Europa

Wir erleben derzeit den Anfang vom Ende des europäischen Traums. Das Blutbad, das islamistische Terroristen in Paris anrichteten, wird diesen Prozess nur noch beschleunigen. Begonnen hatte sie schon in den vergangenen Wochen und Monaten, als quer durch Europa die Schlagbäume runtergingen und Stacheldrahtzäune errichtet wurden. Wer jetzt noch glaubt, die Suspendierung des Schengenabkommens werde eine temporäre Maßnahme sein, dürfte sich einer Illusion hingeben, nachdem nun auch Frankreich seine Grenzen wegen der Terrorgefahr dicht machte.
Die unbequeme Wahrheit ist, dass niemand in Europa weiß, wie viele Menschen hier angekommen sind in den vergangenen Monaten und Jahren, dass wir nicht wissen, wer hier ist und dass sich unter denen, die hier leben, viele befinden, die erklärte Todfeinde unserer Gesellschaft sind, denen unsere Lebensart, samt Demokratie, Meinungsfreiheit, Säkularismus und Gleichheit von Mann und Frau, zuwider sind.
Wir hätten es eigentlich schon lange wissen können, etwa nach dem Massenmord in London im Juli 2005, nach Charlie Hebdo im Januar dieses Jahres, nach vereitelten oder gelungenen Terroranschlägen quer durch unseren Kontinent.
Es steht zu befürchten, dass Paris nicht das letzte düstere Kapitel bleiben wird. Mit weiteren Versuchen muss gerechnet werden und leider auch damit, dass irgendwann selbst der verstärkte Sicherheitskordon, der jetzt vorsorglich überall errichtet wird, das nicht verhindern kann. Daran besteht kein Zweifel.
Der Zusammenhalt in der EU ist noch fragiler

Den europäischen Gesellschaften fällt es dabei immer noch, selbst nach nun fast zwei Jahrzehnten des islamistischen Terrors schwer, die Motive ihrer Todfeinde zu verstehen. Rational organisierte Staaten des Westens, von der Aufklärung geprägt und gewohnt, in ökonomischen Kategorien zu denken, vermögen nicht das Ausmaß des Hasses zu begreifen, das ihnen entgegen schlägt.
Unter uns leben Tausende zorniger, junger Muslime, bereit, in den Heiligen Krieg ziehen. Sie sind überzeugt davon, dass Muslime überall gedemütigt und unterdrückt werden. Sie wollen Frankreich wie andere Staaten Europas in islamische Republiken verwandeln. Infiziert vom giftigen Virus, erst Al-Kaidas, jetzt IS, sind sie bereit, ihr Leben als Selbstmordbomber zu opfern. Versuche, ihre Taten durch Armut oder Ausgrenzung zu erklären, greifen zu kurz. Viele der jungen Muslime, die in den letzten Jahren nach Syrien in den Krieg zogen, stammen aus gut betuchten Verhältnissen, studierten oder hatten einen gut bezahlten Job. Andere kommen aus den oft kriminellen Unterschichten.
Ihre Ideologie ist der des Kommunismus ähnlich, politisch, sozial und unspirituell, strebt sie nach der Herrschaft in dieser Welt. Darin gleicht sie dem Kommunismus, dem es genau darum geht. Aber da bleibt ein Unterschied: Die linken Utopisten traten bei aller Perversion des Denkens im Namen der Aufklärung und Befreiung des Individuums an. Der politische Islamismus ist die erklärte Ablehnung der modernen Welt, samt ihrer emanzipatorischen Seiten.
Wo lässt das Europa? Klar ist, das der Zusammenhalt in der EU, der zuletzt bereits spürbar bröckelte, noch fragiler ist. Die Neigung wird wachsen, sich angesichts der Bedrohung in die Geborgenheit des Nationalstaates zurückzuziehen. In Großbritannien verspüren die Gegner der EU, die für den Austritt plädieren, Aufwind. Schon angesichts der Flüchtlingströme aus Afrika und dem islamischen Asien war die Stimmung auf der Insel deutlich skeptischer geworden und wird es Cameron noch schwerer machen, sein Volk von den Vorzügen eines Verbleibs in der EU zu überzeugen. Aber noch ist nicht alles verloren. Aus der Gefahr kann auch eine Chance erwachsen. Europa wird seine Neigung zu wolkigen Illusionen reduzieren und realistischer werden, worauf das Ende von Schengen hindeutet, aber auch die Einsicht, den Kampf gegen seine Todfeinde nicht allein Amerika oder Russland zu überlassen. Die Briten hatten sich den wolkigen Projekten wie Euro und Schengen von Beginn an verweigert, sie können sich darin bestätigt fühlen. Was ihnen es vielleicht doch erleichtert, ihre Vorbehalte gegen die EU zu überwinden. Es wäre ein Gewinn für beide Seiten.

Zensur und wie schreibe ich einen Artikel ganz ohne Recherche

Der deutsche Ableger der linksliberalen Onlinezeitung Huffington Post versteht sich als „Debattenplattform für alle Perspektiven“. Ein Pool von Redakteuren, freien Autoren und Bloggern liefern Textbeiträge oder arbeiten den komplexeren Content von Drittanbietern, für die kognitiv suboptimierte Leserschaft, neu auf. 

Die Headline, oft provokativ – meist im Format einer Feststellung, wird später im einfach gehaltenen Text relativiert. Das ist BILD Zeitungsniveau, nur mit etwas mehr Text.

 

Mit der anhaltenden Problematik der Flüchtlingskrise, konzentriert man sich natürlich auch bei der Huffington Post verstärkt auf das Thema und versucht gute Stimmung zu verbreiten. So wird, wie allgemein üblich, Willkommenskultur propagiert und unkritisch berichtet. Geschenkt! Das ist der Tenor, den gut 90% der deutschen Medienlandschaft seit dem Sommer verbreitet. 

 

Um es mal in der Sprache der Huffington Post zu sagen: Was dann passierte werden sie nicht glauben! Da schreibt doch der Gastautor und Musikwissenschaftler Dr. Klaus Miehling tatsächlich einen Artikel, der die Politik der Bundesregierung im Umgang mit der Flüchtlingsfrage kritisiert. Formuliert als Anklage, fast der Schrei eines Verzweifelten – jedoch weder radikal noch propagandistisch und schon gar nicht hetzerisch. Vielleicht sachlich  nicht immer korrekt aber bitte, das sind mehr als die Hälfte der hier veröffentlichten Texte nicht. Alle Achtung! Ich hätte nicht erwartet auch mal etwas kritisches zu lesen!

Prima, das nimmt den „Lügenpresse – Rufern“, jene, welche die deutsche Presselandschaft als zensiert, einseitig und propagandistisch bezeichnen den Wind aus den Segeln. Und schließlich bezeichnet sich die Huffington-Post als „Debattenplattform für alle Perspektiven“.

Und Debatte ist ja schließlich ein Streitgespräch, das bestimmten formalen Regeln folgt und auch kontrovers sein muss. Das wird hier gelebt. 

Doch was dann folgt, ist einer offenen und unabhängigen Presse unwürdig. Unter der Überschrift: „In eigener Sache: Dieser Text hätte so nicht erscheinen dürfen“, rechtfertigt Sebastian Matthes, Chefredakteur der Huffington Post, die Löschung des Artikels und entschuldigt sich sogar für die Veröffentlichung eines offenkundig politisch nicht korrekten Textes. 

 

Medien – und gerade solche, die von einer großen Zahl von Lesern konsumiert werden, haben eine primäre Aufgabe: Fragen nachzugehen und Antworten zu suchen, auch wenn diese kontroverse Meinungen widerspiegeln, so muss dies eine offenen Presselandschaft in einer demokratischen Gesellschaft ertragen! Doch was da abläuft ist der absolute Kontrollverlust und zeigt die perverse Struktur dieser Debatte! 

Wie trefflich schreibt Roland Tichy: „Bekenntnisjournalismus treibt Behauptungen vor sich her wie der Schweinehirt die Herde. Zurück bleibt ein übler Geruch.“

Kognitive Dissonanz bezeichnet diesen Zustand wohl am besten, der unangenehme Gefühlszustand, wenn die Wahrnehmung von Wünschen, Absichten oder der Einstellung abweicht.

 

Ein treffliches Beispiel des weiteren medialen Versagen der Huffington Post liefert der am 23.09.2015 erschienen Beitrag eines anonymen Autors: „Libyscher Flüchtling bedroht sächsische Kassiererin mit Machete - was hinter dieser Geschichte steckt, ist UNGLAUBLICH

Hinterfragen, recherchieren, ausgewogen kommentieren sind die Werte des Journalisten. Doch der anonyme Autor rennt, vermeintlich auf der richtigen Seite stehend, in sein eigenes Messer. Denn frei von jeglicher Recherche resümiert er: 

 

„Autsch! Dass Ausländerfeinde nicht sonderlich viel in der Birne haben, ist hinlänglich bekannt. Aber jetzt hat sich der Blogger Michael Stürzenberger und das radikalen-Netzwerk PI-News einen epischen Fail geleistet.“

Begleitet wird Stürzenbergers Text von einem Link zu einem seiner Artikel auf der islamfeindlichen Seite PI-News und einem Foto von einem Machete schwingenden, irre aussehenden Mann. Und, jetzt kommt’s — aber lassen wir der Huffington Post das Vergnügen, den „epischen Fail“ zu beschreiben:

 

„Sein Gesicht war unkenntlich gemacht. Das Problem nur: Das Bild ist ein Stil [sic!] aus einem Film. Es zeigt den Schauspieler Danny Trejo in dem Streifen „Machete“ aus dem Jahr 2010…

 

Soviel zur Bedrohung durch die Flüchtlinge…“

 

Das UNGLAUBLICHE, das hinter dieser Geschichte steckt, ist also, so suggeriert es die Huffington Post: nichts. Dumme Nazis erfinden dumme Nazi-Geschichten, die dumme Nazis glauben.

 

Das Problem ist nur: Das Foto ist zwar ein albernes Symbolfoto (weshalb auf der verlinkten Seite von PI-News nach dem ersten Absatz auch „Foto Symbolbild“ steht). Der Vorfall mit der Machete aber scheint wirklich passiert zu sein. 

 

Ihr Anfang ist hier im Polizeibericht nachzulesen. Der MDR schildert sie so:

 

„Zum ersten Vorfall kam es nach Angaben der Polizei bereits am Freitagmittag. Demnach hatte ein Ladendetektiv zwei Männer beim Diebstahl erwischt. Daraufhin sei der Mitarbeiter von den mutmaßlichen Ladendieben angegriffen worden. Nachdem die Männer zunächst flüchteten, seien sie wenig später mit Pfefferspray und dem Augenschein nach auch mit einer Machete in den Laden zurückgekehrt und hätten die Supermarkmitarbeiter bedroht.

 

Während sich einer der beiden Männer von zwischenzeitlich alarmierten Polizisten ohne Gegenwehr festnehmen ließ, ging der mutmaßlich bewaffnete Mann auf einen Beamten zu. Der Polizist gab einen Warnschuss in die Luft ab. Der Tatverdächtige warf mit Steinen auf die Polizisten und flüchtete.

 

Am Sonnabend kehrte der 27-jährige inzwischen aus dem Polizeigewahrsam entlassene verdächtige Ladendieb wieder in den Supermarkt zurück. Als man ihn des Hauses habe verweisen wollte, habe der Mann eine Mitarbeiterin bedroht. Nach Angaben der Polizei führte er dazu eine „Geste des Kopfabschneidens“ aus. Auf dem Parkplatz soll der 27-Jährige dann ein Messer gezückt haben. Anschließend flüchtete er.“

 

Die Zeitung „Freie Presse“ berichtet unter Berufung auf die Polizei, dass es sich bei dem vorübergehend festgenommenen 27-Jährigen um einen Asylbewerber aus Libyen handele. Sie zitiert auch den SPD-Oberbürgermeister der Stadt, der sich empört darüber zeigte, dass der Mann auf freien Fuß gesetzt wurde. 

 

Ausländerfeinde erkennt man daran, dass sie solche Einzelfälle verallgemeinern und instrumentalisieren. Man bekämpft sie nicht dadurch, dass man bestreitet, dass es solche Fälle gibt. Wenn man es tut, liefert man ihnen nur noch mehr Munition.

 

Der anonyme Autor hätte mit wenigen Minuten Online-Recherche herausfinden können, dass hinter dem Symbolfoto eine im Kern wahre Nachricht steckt. Und unter dem Artikel stehen Kommentare von Leuten, die die „Huffington Post“ zwar womöglich demnächst wieder als „Hassfratzen“ an den Pranger stellen kann, die aber mit ihren Hinweisen nicht unrecht haben, dass der Vorfall in der regionalen Presse hinreichend dokumentiert sei. 

 

„Dass Ausländerfeinde nicht sonderlich viel in der Birne haben, ist hinlänglich bekannt“,

 

schreibt die „Huffington Post“. Der Satz wendet sich mit Wucht gegen sie selbst.

 

Es scheint, als ob nichts von den journalistischen Basiswerten übrig geblieben ist, jedenfalls in den allermeisten Fällen. Es wird blind propagiert.

 

Dabei gilt doch: Nichts ist so wichtig wie die Wahrheit - oder zumindest die ehrliche Suche danach. Die Suche wäre das Gegenteil von Propaganda. Aber davon ist nichts mehr zu spüren. Allerdings spüren auch die Leser und Zuschauer, dass die mediale Spielzeugwirklichkeit nicht mehr mit ihrer Lebenswirklichkeit übereinstimmt.

 

 

Nein, die Medien haben sich keinen guten Dienst damit erwiesen, diesmal einseitig und eindeutig Partei ergriffen zu haben, für die vermeintlich, ebenso wie für die tatsächlich Schwachen. Sie haben die kognitive Dissonanz verstärkt - und werden in Zukunft mit noch mehr Vertrauensverlust bestraft.

 

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How to bash the Ossis like a Pro

Der Ossi hat‘s es ja gemeinhin nicht leicht. Das eine Fünftel der Gesamtdeutschen Bevölkerung welches am 03. Oktober 1990 in die alte Bundesrepublik beigetreten wurde, hat seitdem gegen etliche Vorurteile zu kämpfen. Hinzu kommt, dass die Einwohner Dunkeldeutschlands nicht nur bei Sozialleistungen Deutsche 2. Klasse sind, auch nach 25 Jahren ist das Lohn und Gehaltsniveau in Ostdeutschland nicht auf dem der alten Bundesländer.

Selbst nach einem Vierteljahrhundert Deutscher Einheit halten sich die Vorurteile, gegenüber dem Ossi. Er ist nicht so fleißig, deswegen verdient er auch weniger und Soli zahlt er auch nicht und auch bei der Verteilung der Intelligenz hat es der liebe Gott mit dem Ossi nicht so gut gemeint. In der Regel wohnt der gemeine Ossi in seiner national befreiten Zone und wenn er nicht gerade pöbelnd und brandschatzend vor Asylantenheimen steht, so marschiert er gegen die Islamisierung Europas oder versinkt in Ostalgie und trauert den alten Zeiten nach. Ossis sprechen meist in breitem sächsisch, so unverständlich, dass bei Interviews im TV mit Untertiteln zur Verständigung nachgeholfen werden muss. Ostdeutschland, das Sammelbecken der hirnlosen Kommunistennazis, die in entvölkerten Regionen in Selbstmitleid versinken. Hier ist die Integration auf breiter Front gescheitert!

 

Auf der Suche nach der besten Lösung im Umgang mit dem nicht integrationswilligen, demokratieresistenten Teil der Bevölkerung haben Politik und Medien eine klaren Ansatz gefunden: Verunsichern, Herabwürdigen, Verunglimpfen.

 

Da kommt „IM Victoria“ alias Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu-Antonio-Stiftung und erklärt es sei „die größte Bankrotterklärung“ der deutschen Politik seit der Wiedervereinigung, „daß ein Drittel des Staatsgebiets weiß“ geblieben sei. „Im Osten gibt es gemessen an der Bevölkerung noch immer zu wenig Menschen, die sichtbar Minderheiten angehören, die zum Beispiel schwarz sind“, kritisierte Kahane. Das ist schon mal nicht schlecht für den Anfang!

 

Auch ganz gut finde ich den Lösungsansatz von Vizekanzler Gabriel, der über die pöbelnden Asylgegner in Heidenau folgendes äußerte: „Das ist wirklich Pack und Mob, und was man da machen muss, man muss sie einsperren.” Weiterhin sagte der SPD-Chef: „Diese Leute haben mit dem Land Deutschland, wie wir es wollen, nichts zu tun.” „Im Grunde hat jeder Flüchtling, der hier herkommt, mehr mit diesem Land zu tun als diese Leute, die das Land missbrauchen, Menschen aufhetzen, zu Gewalt und Mord und Totschlag auffordern.“ Mein lieber Freund, das hätte ich jemanden aus der SPD gar nicht zugetraut!

 

Frau Göring-Eckhardt, ihres Zeichens Fraktionschefin der Grünen, probiert es auf andere Art und Weise: „30 Prozent der Kinder und Jugendlichen heute haben bereits einen Migrationshintergrund und dabei hab ich die Ossis jetzt noch nicht mitgerechnet.“ sagt sie in der Generaldebatte am 09.09.2015 im Deutschen Bundestag. Offensichtlich hat sie den Artikel von Michael Pilz in der Welt gelesen, in dem er bereits am 30.07.2015 schrieb: „Jeder Sachse, der älter ist als 25 und jünger als 66, wird in diesem Land bis an sein Lebensende ein Migrant bleiben. Wie jeder eingeborene Mecklenburger, Brandenburger, Ost-Berliner, Thüringer und Anhaltiner. Jeder, der in der DDR zur Welt kam.“

 

Und unser geliebter Bundespräsident vergleicht die Heimatvertriebenen am Ende des Zweiten Weltkrieges mit den Flüchtlingen die heute Deutschland erreichen.

 

Spontan fällt mir die alte Internetweisheit „kann man so machen, dann wird’s aber kacke“ dazu ein!

 

Der Osten ist rechts, der Osten ist radikal, fremdenfeindlich, antidemokratisch, populistisch tönt es von allen Seiten! Und was macht man am besten mit solchen Unverbesserlichen? Man stellt sie bloß und zieht über sie her und verallgemeinert alles in plumpen Phrasen und hanebüchenen Aussagen!

Es ist wohl eine Tatsache, dass es Regionen im Osten gibt, in denen es Probleme mit rechter Gewalt gibt und man kann auch nicht verleugnen, das im Osten offener ausgesprochen wird und das sich viele vom Impuls der Masse leiten lassen und gegen Islam und Überfremdung auf die Straße gehen. Ihr scheint schon vergessen zu haben, dass es die Menschen im Osten waren, die vor 26 Jahren auf die Straße gegangen sind und ein System haben kollabieren lassen! Übrigens die einzige erfolgreiche Revolution in Deutschland und dazu noch eine friedliche!

 

Und da glaubt ihr wirklich, dass es das Beste ist diese Menschen als unbelehrbare Idioten abzustempeln, die man am besten wegsperrt? Oder ihnen erzählt, dass sie genau so Gast im eigenen Land sind wie die Flüchtlinge die nach Deutschland strömen? Und ihr wundert euch über die Reaktion, wenn sie dann mit Flüchtlingen konfrontiert werden?

 

Ich frage mich in welchen Sphären schwebt ihr? Ihr, die politische Elite dieses Landes, die bürgerliche Deutungselite, die Sozialromantiker und Gutmenschen, von Weisheit und Toleranz nur so triefend! Ihr seid toleranter gegenüber dem Fremden, betrachtet in romantischer Verklärung die Vielfalt die nach Deutschland strömt und verleumdet eure eigene Identität um anderen zu gefallen! Und die Medien verbreiten eine heile Welt Stimmung – Kritik ist nicht erwünscht!

In eurer Borniertheit habt ihr aber offensichtlich vergessen, euch zu fragen warum der Osten anders ist, warum man sich in den neuen Bundesländern schwer tut mit Fremden. Ihr Verurteilt aber ihr bietet keine Hilfe und damit seid ihr nicht besser als die, die pöbeln und hetzen!

 

Habt ihr euch wirklich noch nicht gefragt, warum der 53 jährige arbeitslose Bauarbeiter und Hartz IV Empfänger aus Leipzig so anfällig, für populistisches Gedankengut ist? Wenn er hört das ein Asylbewerber genau so viel Geld bekommt wie er, der 25 Jahre Sozialbeiträge gezahlt hat, fragt ihr Euch das dann ernsthaft?

Und die, die ihr so unheimlich weltgewand und intellektuell seid, versteht nicht, warum die 69 jährige Rentnerin aus Freital so über Asylanten ätzt und sich verbal vergreift? Die Frau, die in der DDR aufgewachsen ist, die zum Bildungsprekariat gehört und in ihrem Leben nicht weiter als bis nach Dresden gekommen ist und höchstens die vietnamesischen Zigarettenschmuggler vor dem Lidl kennt und die sich von ihrer kleinen Rente kein Smartphone leisten kann.

Wenn ihr im Geschichtsunterricht aufgepasst hättet, dann wäre Euch klar, warum der 22 jährige Demminer ohne Schulabschluss und abgeschlossene Ausbildung mit den Nazis im Ort abhängt. Die geben ihm die Anerkennung und den gesellschaftlichen Rückhalt, den er in unserer Gesellschaft nie hatte und sie geben ihm die ganz einfache Antworten auf seine Fragen!

Dann ist da noch die Kindergärtnerin aus Cottbus die auf facebook rechtspopulistische Inhalte teilt, nachdem sie gehört hat das weitere 6 Mrd. EUR für Flüchtlinge zu Verfügung gestellt werden aber sie weiß, dass die 2.000 EUR für einen neuen Spielplatz in der Kita nicht genehmigt werden – dann fehlt Euch Gutmenschen tatsächlich das Verständnis für ihr Verhalten?

 

Wenn ihr diese Menschen erreichen wollt, solltet ihr aus dem Kristallturm in eurem Wolkenkuckuckshain heruntersteigen und ihnen eine Perspektive, eine ehrliche Erklärung und Hilfe geben und sie nicht verurteilen und verunglimpfen. Wer aus der Geschichte gelernt hat sollte wissen, zu was unzufriedene Massen fähig sind, wenn der falsche Prophet sich ihrer bemächtigt. Wir können froh sein, dass uns diese Krise in einer Zeit der wirtschaftlichen Stärke trifft, in der es dem großen Teil der Bevölkerung wirtschaftlich gut geht.

 

Seid ehrlich gegenüber den Menschen und verkauft sie nicht für blöd! Klärt auf, lasst Kritik zu und seid selber kritisch! Die Bundesregierung hat geschworen, Schaden vom deutschen Volke abzuwenden, so handelt auch danach! Es steht wohl außer Frage, dass wir bedrohten Menschen helfen aber hört auf Märchen zu erzählen, das nur die Ärzte, Rechtsanwälte und Akademiker zu uns kommen die in zwei Jahren prächtig integriert sind und das demographische Problem Deutschlands lösen. Nehmt eurem Volk die Angst und gebt ihm Sicherheit, nur so könnt ihr vermeiden, dass es sich radikalisiert!

Hört auf ihnen die Scheiße zu erzählen, dass sie selbst Migranten sind! Wenn ihr auch nur einen Funken Intelligenz besitzt glaubt ihr doch selbst nicht daran! Denn wenn ihr die eigene Bevölkerung zu Fremden macht und ihr die eigene Identität nehmen wollt, werden sie sicher nicht lernen andere Fremde zu akzeptieren und tolerieren!

 

 

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Blitzkrieg, Kindergarten, Willkommenskultur

Es scheint, als ob in diesem Sommer der Beginn eine Veränderung in Europa zu spüren ist. Eine Veränderung die für die Einen ein Horrorszenario darstellt, für die Anderen eine willkommene Bereicherung ist.

 

Hundertausende Flüchtlinge stehen an den Grenzen Europas und wenn sie es herüber geschafft haben gibt es für sie nur ein Ziel – Deutschland!

 

Und die Deutschen? Während die eine Minderheit hirnbefreit pöbelnd und randalierend vor Erstaufnahmeeinrichtungen marschiert, steht die andere Minderheit hysterisch mit Blumen und Luftballons schwenkend auf den Bahnsteigen um ankommende Flüchtlinge willkommen zu heißen. So dämlich das Zeichen der Einen, so falsch das der Anderen! Ein großer Teil der deutschen Bevölkerung ist jedoch verunsichert, über das was auf sie in Zukunft zukommt.

 

Und die deutsche Regierung? Während erst monatelang nichts geschah, verfällt man nun in hektischen Aktionismus und setzt falsche Zeichen. Jeder ist in Deutschland willkommen! Niemand wird abgewiesen! Willkommenskultur wird propagiert, man brauche die Flüchtlinge und schließlich hat Deutschland eine moralische Verpflichtung, schon auf Grund der eigenen Vergangenheit, wird da gebetsmühlenartig wiederholt!

Haben wir wirklich eine moralische Verpflichtung aus der Vergangenheit? Ich glaube nicht! Es ist die moralische Verpflichtung eines jeden Staates, in dem kein Krieg herrscht und der einigermaßen in Wohlstand lebt, Menschen Asyl zu gewähren deren Leben von Krieg und Vertreibung bedroht ist! Und das dürfte so ziemlich jeder Staat in Europa sein.

Und wenn wir schon von moralischer Verpflichtung sprechen, sollten wir auch die Frage stellen dürfen, wer verantwortlich dafür ist, dass Menschen aus Afghanistan, dem Irak und Syrien fliehen. Hätten die USA nicht aus imperialistischer Machtgier diese Länder destabilisiert und mit Krieg überzogen oder hätten sie wenigstens für die Stabilisierung und Befriedung der Region gesorgt, würde es heute kein Flüchtlingsproblem geben. Doch die amerikanische Politik im Irak und Syrien ist nachhaltig gescheitert! Wie viel Flüchtlinge werden eigentlich von den USA aufgenommen. So viel zum Thema moralische Verpflichtung!

Aber Europa und im speziellen die deutsche Regierung folgte und folgt blind den Amerikanern und trägt nun die Last des Konfliktes. Und das nicht nur durch die Millionen Flüchtlinge, sondern auch durch den NATO Kampfeinsatz gegen den IS. Hier sollten sich Europa wirklich die Frage stellen ob man sich weiter zum willfährigen Gehilfen der amerikanischen Kriegspolitik machen will, der ständig die Konsequenzen ausbaden muss oder ob es nicht an der Zeit ist die Beziehung zu hinterfragen. Unter Freunden sollte schließlich ein offenes Gespräch kein Problem sein – oder?

 

Auch das Zeichen, dass die Vorgehensweise der deutschen Regierung in Europa setzt, trägt nicht unbedingt zu einer Verbesserung der Beziehungen unter den Mitgliedern der EU bei.  Während Deutschland, gerade in der Finanzkrise, auf die Einhaltung der Regelung bestand, werden beim Thema Flüchtlingskrise alle Regeln des Dubliner Übereinkommens außer Kraft  gesetzt. Gerade in Großbritannien ist man entsetzt und kann das Verhalten der Deutschen nicht nachvollziehen. Auch andere Länder sparen nicht an Kritik oder Spott. Dänemark hat sogar mittlerweile den Zug-und Busverkehr aus Deutschland eingestellt. Der renommierte britische Politologe Glees bezeichnete das Vorgehen der deutschen Regierung als „undemokratisch“ und die Reaktion „wie ein Hippie-Staat von Gefühlen geleitet“.

 

Aber kommen wir zurück auf die Verunsicherten, die fast 50% der Bevölkerung ausmachen. Was macht man um diesen Menschen die Angst und Verunsicherung zu nehmen?

Die Medien feiern die neue deutsche Willkommenskultur, Prominente werben mit Anti Rassismus Slogans für mehr Toleranz und Sigmar Gabriel entgleist verbal gegenüber Asylkritikern. Das alles scheint unkritisch, reflexhaft und unreflektiert und man bekommt das Gefühl, dass es sich um zwanghafte Aktionen handelt. Jegliche Kritik wird unterlassen, jegliche negative Berichterstattung vermieden. Wer eine Meinung vertritt die vor 10 Jahren noch als Mainstream galt, kommt heute schnell in den Verruf Rechts zu sein.

 

Der Kabarettist Serdar Somuncu trifft hier den Nagel auf den Kopf: „Nicht jeder Flüchtling, der kommt, ist per se gut und nicht jeder, der gegen die Unterwanderung des Abendlandes protestiert, ein Nazi.“

 

Jetzt liegt die Verantwortung über die Zukunft Deutschlands und auch die Zukunft Europas in den Händen der Bundesregierung. Deutschland benötigt ein modernes und konsequentes Einwanderungsgesetz, denn mit dem jetzigen steuern wir kaum wer bleiben kann und wer nicht. Neben dem selbstverständlichen Asyl für Kriegsflüchtlinge, müssen gut ausgebildete und integrationswillige Einwanderer einen Vorrang haben.

Angesichts der Kinderarmut, aufgrund der kinderfeindlichen Politik Deutschlands, braucht unser Sozialsystem Einwanderung um nicht in der Zukunft zu kollabieren.

Und ohne gleich als Rassist abgestempelt zu werden, sollte es erlaubt sein, dem Thema mit einer gewissen Skepsis zu begegnen, denn die Integration der Einwanderer aus den früheren Jahrzehnten ist keine Erfolgsgeschichte. Natürlich haben die Einwanderer der 50er und 60er Jahre uns kulturell bereichert, Deutschland ist bunter und offener geworden und es gibt viele Erfolgsgeschichten in Politik, Kultur und Wirtschaft.

Aber sozioökonomisch und kulturell betrachtet ist der Großteil der damaligen Einwanderer weder ein Zugewinn für das deutsche Sozialsystem noch in die Gesellschaft integriert.

Die Gründe liegen darin, dass die damaligen Einwanderer aus bildungsfernen Schichten kamen und während Krisen und der voranschreitenden Automatisierung der Industrie die Ersten waren, die ihren Arbeitsplatz verloren. Von Seite des Staates wurde wenig bis gar nichts für die Integration getan. Wer sich nicht von selbst darum kümmerte blieb auf der Strecke. Das Ergebnis sehen wir heute in den deutschen Großstadtghettos – ein wachsender kultureller Graben und Re-Islamisierung.

 

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Ich esse Fleisch, weil's schon immer so war!

Ich habe mich nun vor über vier Jahren entschlossen meinen Konsum von Lebewesen komplett einzustellen. In den Jahren zuvor konnte ich mein Gewissen mit: Bio-Tiere werden in hohem Alter zu Tode gestreichelt noch selbst belügen, das ging aber auf Dauer nicht gut. Aus dem Respekt gegenüber der Kreatur habe ich mich entschieden Vegetarier zu werden.

Ehrlich gesagt hatte ich es mir verdammt schwer vorgestellt auf die im Ofen gebackenen Rouladen, den leckeren Leberkäse vom Metzger Gruber und das Filet am Stück zu verzichten, da ich schon Genießer bin. Was allerdings deutlich schwieriger als der fleischliche  Verzicht war und ist, sind die Vegetarier Diskussionen, die mir seitdem immer wieder aufgezwungen werden.  

Irgendwann habe ich begonnen, meine omnivoren Mitmenschen in drei Kategorien einzuteilen: die Erste, dass sind  die intellektuell und empathisch  Schlichten, nicht in der Lage eine sinnvolle Konversation zu führen die länger als 30 Sekunden dauert und vertritt die Meinung: „Die [Tiere] werden doch zum Essen gezüchtet, dafür sind die doch da! Da hätten sie eben nicht Schwein oder Kuh werden sollen! Das ist mir egal wie das Fleisch ins Regal kommt, Hauptsache ist billig!“ Der Vorteil den diese Menschen für mich haben ist, dass ihre geistige Not so groß ist, das sie unreflektiert durchs Leben ziehen und das macht’s ihnen einfach. Mir in diesem Fall auch, denn ich werde in der Regel nicht weiter belästigt, manchmal muss man noch einen sinnfreien Witz oder Spruch (meistens kommt der Hitler Vegetarier Vergleich) ertragen aber dann ist es meist überstanden.

Die zweite Kategorie fühlt sich nur durch die alleinige Anwesenheit eines Vegetariers/Veganers ungeheuer provoziert. Jetzt wird’s für mich anstrengend! Denn jetzt wird das umfassende Halbwissen ausgepackt, denn man muss sich schließlich rechtfertigen und dem Vegetarier/Veganer zeigen, dass man seine Überheblichkeit, mit der er sich moralisch über die Fleisch essende Mehrheit stellt nicht akzeptiert.

Da gibt’s angeblich kein Protein in Pflanzen und es fehlen elementare Vitamine und Spurenelement, die es nur im Fleisch gibt! Geschenkt… kann man als eingefleischter RTL Gucker schon annehmen.

„Wusstest Du, dass für Dein Tofu jedes Jahr Millionen Hektar Regenwald abgeholzt und die Natur in den Tropen nachhaltig zerstört wird!“ Ja nee, is klar! Kann man drauf reinfallen, wenn man nicht weiß, dass 98% der Sojaproduktion für die Tiermast genutzt wird und dass Soja für Tofu meist aus ökologisch nachhaltigem Anbau stammt. Aber das steht eben nicht in der BILD.

„Tiere haben keine Gefühle und spüren keinen Schmerz!“ wird da behauptet und 10 Minuten später wird der Hund gekrault; „Ach isser nich süß, wie er das so genießt und sich gleich vor Freude auf den Rücken legt!“

Aber der absolute Oberhammer und schwere Hirnschmerzen bei mir verursachend, ist das so was von herbeikonstruierte Ereigniss mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 10 Meteoriteneinschlägen an der gleichen Stelle: „Was machst Du denn als Vegetarier, wenn Du auf einer einsamen Insel strandest auf der nur giftige Pflanzen wachsen?!“

Herr Gott ja! Das ist so weit weg von der Realität und nirgendwo wird mit einem Szenario ein Argument konstruiert das mehr hirnrissig sein könnte: Aha! Sie sind CDU Wähler? Was würde Sie machen, wenn die CDU nun einen genetisch geclonten Erich Honecker als Kanzlerkandidat aufstellen würde? Na!? Sollten Sie sich also noch mal überlegen, ob sie weiter CDU wählen, oder?

Ich bezweifle ja das es hilft aber sollte der einzigartige Fall eintreten, dass ich auf besagter Insel strande, auf der nur giftige Pflanzen wachsen und Tiere leben, die sich von den giftigen Pflanzen ernähren, gehe ich davon aus, dass ich ab einer gewissen Hungerschwelle anfangen würde die Tiere auch zu essen um dann nach einiger Zeit an Mangelernährung zu sterben…

 

Die dritte Kategorie ist die: „Das will ich gar nicht Wissen-Kategorie!“ Oft Menschen mit größer ausgeprägter Empathie und einem Gewissen, das sich aber doch irgendwie beruhigen lässt. Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß! „Ich finde es toll, dass Du Vegetarier bist! Ich habe auch schon mal probiert nur noch Hühnchenfleisch zu essen und hab das auch zwei Wochen ausgehalten! War gar nicht so schlimm!“

Sie schalten weg, wenn im Fernsehen Reportagen laufen, in denen gezeigt wird, wie Küken geschreddert werden oder ein Wiesenhof Mitarbeiter die Hühner mit dem Stiefel zu Tode tritt. Ihnen graut es davor, zu sehen, wie es in den Fleischfabriken  und Schlachthöfen aussieht, die das produzieren, was dann unter Folie abgepackt und anonymisiert im Supermarktregal liegt. Und sie würden es wahrscheinlich auch nicht übers Herz bringen selbst ein Tier töten.

Oft sind das auch die Wenig-Fleisch-Esser oder Bio-Fleisch-Käufer. Sie empfinden auch eine gewisse Sympathie für Vegetarier, scheuen aber die Diskussion aus Angst vor der Konfrontation mit dem eigenen Gewissen und den drastischen Bildern. Realität wird verdrängt.

 

Aber jetzt mal ehrlich! Denkt ihr wirklich ich halte alle Fleischesser für doof? Ich war jahrelang selbst einer und will nicht behaupten, dass meine Intelligenz mit dem Verzicht auf Fleisch gestiegen ist! Es hat mir aber geholfen etwas mehr darüber nach zu denken….

Fleisch gehört doch zu unserem Leben und unserer Zivilisation, oder? Schließlich hat Fleisch Tradition und wir essen schon seit vielen hunderttausend Jahren Fleisch und das ist ganz natürlich das Menschen Fleisch essen. Und eine vegetarische oder gar vegane Lebensweise ist doch absolut unnatürlich!

Ja klar, wir haben auch Jahrtausende lang in ungeheizten Höhlen gelebt, bis einer rausgefunden hat das es Vorteile hat ein Behausung mit einem Ofen zu bauen. Voll unnatürlich so ein Haus mit Heizung! Und wir sind Jahrtausende lang nackt rumgelaufen, bis die Menschen entdeckt haben das Kleidung schützt und warm hält. Aber voll unnatürlich diese Kleidung. Und die zivilisierten Römer empfanden es als natürlich, das in Arenen Menschen abgeschlachtet werden um andere zu belustigen. Voll unnatürlich das wir uns heute im Fernsehen keine Shows anschauen, in denen sich Gladiatoren gegenseitig töten…

Wir sollten uns bewusst darüber sein, dass die Menschheit einem evolutionären Entwicklungsprozess unterworfen ist, der nicht nur unser Denken, Handeln, unsere Einstellung sondern auch unseren Lebensweisen immer wieder verändert oder beeinflusst. Was vor einhundert Jahren noch als Gott gegebene Natürlichkeit hingenommen wurde ist heute unter Umständen überholt.

 

Ich bin für mich zu dem Schluss gekommen das es nicht natürlich sein kann, dass wir Tiere zu abertausenden unter schrecklichsten Bedingungen produzieren um sie dann mit möglichst großem Profit aber doch zu einem Preis, den sich selbst sozial benachteiligte Bevölkerungsschichten leisten können, in den Handel zu bringen.

Es geht nicht darum die Menschheit von heute auf morgen zur fleischlosen Lebensweise zu bringen. Das wäre genau so utopisch, wie die USA in der nächsten Legislaturperiode in ein kommunistisches System umzuwandeln. Es geht darum das immer mehr Menschen anfangen nachzudenken und das System zu hinterfragen und das sich dadurch ein Prozess in Bewegung setzt der in der Zukunft unseren Umgang mit der Kreatur verändert.

 

Und, ein Boykott des bestehenden Systems ist nicht unsozial, wie uns Christan Schmidt (Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, CSU, Fleischlobbyist) weiß machen will. Die Aussage: „Nicht jeder kann sich ein Huhn für 25 Euro leisten!“ geht davon aus, dass nicht alle sozialen Schichten ihren Fleischkonsum auf gleich hohem Niveau halten können, wenn sich bei der Haltung und „Produktion“ von Tieren etwas ändert. Es ist klar das ein Hartz IV Empfänger nicht so viel Kohle hat um seinen Fleischkonsum von heute auf morgen auf Bio umzustellen. Ich kann mir bei meinem aktuellen Gehalt auch nicht jedes Jahr einen Porsche kaufen aber wenn ich entsprechend lange dafür spare ist es möglich. Die Frage die sich mir stellt ist, ob es ein Grundrecht ist, täglich möglichst viel Fleisch konsumieren zu können, ohne auf die damit verbundenen Bedingungen zu achten und die Substanz unseres Planeten für die folgenden Generationen nachhaltig zu schädigen?

 

 

 

 

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